← Zurück zum Blog

Die zehn wichtigsten Vulkane Spaniens

2025-04-04

Spanien hat zwei vulkanische Provinzen, die geologisch fast nichts gemeinsam haben. Die Kanaren liegen über einer tiefen Mantelquelle im Atlantik und brechen noch immer aus. Auf dem Festland ist das Vulkanfeld La Garrotxa in Katalonien deutlich ruhiger – aber real, jung und in einem langen Wochenende zu erwandern.

1. Teide (Teneriffa)

Mit 3.715 m der höchste Berg Spaniens, im Zentrum der Caldera Las Cañadas. Als aktiv eingestuft; der letzte Gipfelausbruch fand 1909 statt. Die Besteigung erfordert eine Genehmigung, die rechtzeitig gebucht werden muss.

2. Tajogaite (La Palma)

Die Eruption 2021 an der Cumbre Vieja – 85 Tage effusive und explosive Aktivität, die mehr als 3.000 Gebäude zerstörte und die Westküste von La Palma neu formte. Heute wissenschaftliches Reservat und langsamer Wanderpfad.

3. Timanfaya (Lanzarote)

Die Ausbruchsserie 1730–36 begrub ein Viertel Lanzarotes unter Basalt und schuf das Mondlandschaftsbild des heutigen Nationalparks Timanfaya. Geothermische Hitze grillt am Besucherzentrum weiterhin Fleisch über offenen Schloten.

4. Vulkanfeld La Garrotxa (Katalonien)

Rund 40 kleine monogenetische Kegel am Fuß der Pyrenäen bei Olot. Der letzte Ausbruch des Kegels Croscat fand vor etwa 11.500 Jahren statt. Ein geschütztes Naturgebiet von rund 1.000 km², in ein bis zwei Tagen zu Fuß zu erkunden.

5. Croscat (La Garrotxa)

Der jüngste und größte Kegel des katalanischen Feldes – im 20. Jahrhundert teilweise abgebaut, was einen eindrucksvollen Querschnitt durch das Innere des Kegels hinterlassen hat.

6. Pico Viejo (Teneriffa)

Der zweite Gipfel des Teide-Pico-Viejo-Komplexes, 3.135 m, mit einem 1.000 m breiten und tiefen Krater. Über eine lange Traverse vom Teideweg erreicht.

7. Tagoro (El Hierro, submarin)

Die submarine Eruption 2011–12 vor El Hierro brach nie an die Oberfläche durch, erzeugte aber treibende Bimssteinflöße und ein großes wissenschaftliches Ereignis. Am nächsten kommt man im Dorf La Restinga.

8. Caldera de Taburiente (La Palma)

Eine riesige Erosionscaldera (keine klassische Einbruchscaldera) im zwei Millionen Jahre alten Schildvulkan La Palma. Ein 1.500 m tiefes Amphitheater aus Kiefern und Wasserfällen.

9. Cofrentes / Cabezo Negro

Das spanische Binnenland hat einige kleine pleistozäne Vulkanzentren in den Provinzen Valencia und Almería. Cofrentes beherbergt heiße Quellen aus der Restwärme des Systems.

10. Cabo de Gata (Almería)

Ein erodierter Vulkankomplex an der Mittelmeerküste Andalusiens, nicht mehr aktiv, aber optisch eindrucksvoll – schwarze Klippen, Strände aus basaltischem Sand, eine aride Landschaft anders als der Rest der spanischen Küste.

Warum Spanien zwei vulkanische Welten hat

Die Kanaren liegen über einem Mantelplume auf der Afrikanischen Platte. La Garrotxa und die kleineren Felder im Binnenland sind das Ergebnis langsamer Dehnung im Känozoikum, eingebettet in die jüngere Tektonik des westlichen Mittelmeers.

Sicherheit und Zugang

Teide und das Lavafeld auf La Palma erfordern Vorsicht und gegebenenfalls Genehmigungen. La Garrotxa ist ein wanderfreundliches Schutzgebiet mit markierten Wegen. Vor dem Besuch aktiver Zonen die Mitteilungen von INVOLCAN (Kanaren) prüfen.

Auf der Karte

Wer die Karte auf Spanien filtert, sieht den Kontrast: eine lebhafte Kanarenkette vor Afrika und ein kleines, ruhiges, aber echtes Vulkanfeld in den katalanischen Pyrenäen.