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Die zehn bedeutendsten Vulkane Papua-Neuguineas

2024-10-18

Kaum ein Land ist so vulkanreich und logistisch anspruchsvoll wie Papua-Neuguinea. Das Land sitzt auf einem Geflecht aus Platten, und seine Vulkane – viele auf vorgelagerten Inseln, mehrere aktiv – zählen zu den am wenigsten besuchten der Erde.

1. Tavurvur (Rabaul-Caldera)

Der Ausbruch 1994 baute die Stadt Rabaul um und machte Tavurvur zum Weltbild. Der aktive Schlot dampft noch über den Ruinen; Boote aus Kokopo bieten den klassischen Blick.

2. Mount Lamington

Der pyroklastische Strom 1951 forderte Tausende und bleibt eine der prägenden Vulkankatastrophen des 20. Jahrhunderts im Pazifik. Der Berg liegt in der Provinz Oro auf dem Festland.

3. Manam

Ein kleiner, aber extrem aktiver Inselvulkan vor der Nordküste, der periodisch die Evakuierung seiner Bewohner erzwingt. Sein Gipfel glüht nachts sichtbar über das Meer.

4. Ulawun

Häufig aktiver Stratovulkan auf Neubritannien, einer der „Decade Volcanoes" der internationalen Vulkanforschung wegen seines Gefährdungspotenzials.

5. Bagana

Ein unermüdlicher Lavaproduzent auf Bougainville, fast ohne Unterbrechung aktiv. Die Flüsse haben die umliegende Landschaft mehrfach neu geformt.

6. Pago

Ein komplexes Vulkansystem im Cape-Hoskins-Gebiet Neubritanniens; der Ausbruch 2002 veränderte das landwirtschaftliche Muster der Umgebung für Jahre.

7. Long Island (Motmot)

Eine massive Caldera-Insel mit einem kleineren aktiven Kegel, Motmot, in einem Kratersee – Vulkan im Vulkan, kaum zugänglich.

8. Karkar

Ein aktiver Inselvulkan vor der Madang-Küste, mit Kakao- und Ölpalmplantagen an den unteren Hängen zwischen den Ausbrüchen.

9. Lolobau

Caldera-Insel nahe Neubritannien, in den letzten Jahrzehnten meist ruhend, mit langer Eruptionschronik.

10. Garbuna (Talawe-Gruppe)

Eine Vulkangruppe im Westen Neubritanniens; der Ausbruch 2005 verursachte umfangreichen Aschefall – eines der jüngeren bedeutenden Ereignisse des Landes.

Reisen zu den Vulkanen Papua-Neuguineas

Die meisten Gäste fliegen nach Rabaul/Kokopo auf Neubritannien für Tavurvur und die Rabaul-Caldera. Bougainville verlangt eigene Logistik; die Festland-Vulkane (Lamington, Karkar) brauchen Inlandsflüge und örtliche Führer.

Gefahren, Zugang und Infrastruktur

Das Rabaul Volcanological Observatory überwacht die Vulkane des Landes. Logistik – nicht Eruption – ist die Hauptschwierigkeit: Straßen, Flüge und Boote sind begrenzt; Reisen brauchen meist lokale Vermittler und Geduld.

Auf der Karte ansehen

Wer die Karte auf Papua-Neuguinea filtert, sieht die Vulkankette über Nord-Neuguinea und die vorgelagerten Inselbögen verteilt. Rabaul ist der natürliche Ausgangspunkt.