Die zehn imponierendsten Vulkane Ecuadors
Ecuador ist klein, vulkanisch aber gewaltig. Zwei parallele Reihen schneebedeckter Stratovulkane ziehen sich von Nord nach Süd durch das Land – die berühmte „Straße der Vulkane", so benannt von Alexander von Humboldt 1802. Mehrere sind aktiv, mehrere leicht zu besteigen, alle von einer Straße aus zu sehen.
1. Cotopaxi
Das Wahrzeichen: ein vergletscherter Fast-Idealkegel von 5 897 m, eine Stunde südlich von Quito. Nationalpark, aktiver und genau überwachter Vulkan und Bergsteigerziel für Akklimatisierte.
2. Chimborazo
Mit 6 263 m der höchste Berg Ecuadors und – vom Erdmittelpunkt aus gemessen – der erdfernste Punkt überhaupt (wegen der äquatorialen Aufwölbung). Ein ruhender, vergletscherter Stratovulkan mit großer Klettergeschichte.
3. Tungurahua
Der „Schlund des Feuers" oberhalb des Kurorts Baños. In den 2000er und 2010er Jahren jahrelang ununterbrochen aktiv; die nächtlichen Bilder von der Baumschaukel Casa del Árbol gehören zu den ikonischen Aufnahmen.
4. Reventador
Ein Dschungelvulkan östlich der Anden, seit 2002 fast ohne Unterbruch tätig. Über die Straße Quito–Lago Agrio in mehreren Tagen durch Nebelwälder zu erreichen.
5. Sangay
Ein dauerhaft aktiver Stratovulkan im zentralen Sangay-Nationalpark – abgelegen, dschungelumgeben, einer der am längsten erloschen ausbrechenden Vulkane der Welt.
6. Cayambe
Ein vergletscherter Stratovulkan mit 5 790 m, nördlich von Quito, und einer der wenigen Gipfel der Welt, dessen höchster Punkt direkt am Äquator liegt. Ein Klassiker des Bergsteigens.
7. Pichincha (Guagua und Rucu)
Das Pichincha-Paar steht über Quito. Guagua brach 1999 aus und bleibt überwacht; Rucu ist mit der Seilbahn TelefériQo erreichbar – Wanderungen mit der Stadt unter den Füßen.
8. Antisana
Ein vergletscherter, selten bestiegener Vulkan östlich von Quito, beobachtet aus dem Páramo des ökologischen Reservats Antisana – Land der Kondore.
9. Iliniza
Vulkan mit Doppelgipfel; der niedrigere Süd-Iliniza zählt zu den beliebtesten Höhenanstiegen Ecuadors und gilt als Sprungbrett vor Cotopaxi.
10. Wolf (Galápagos)
Der höchste Punkt der Galápagos, auf Isabela, mit gelegentlichen spektakulären Spaltenausbrüchen und rosa Leguanen an den Hängen.
Eine Ecuador-Vulkanreise planen
Klassisch: Akklimatisierung in Quito, Seilbahn auf den Pichincha, der Iliniza Sur, dann mit Bergführer auf Cotopaxi oder Cayambe. Mit Blick auf Tungurahua aus Baños und einer Runde am Quilotoa wird daraus eine zweiwöchige Reise.
Gefahren und Zugang
Das geophysikalische Institut Ecuadors (IGEPN) veröffentlicht tägliche Vulkanbulletins. Besteigungen verlangen lizenzierte Bergführer; Ausrüstung und Akklimatisierung über 5 000 m sind nicht verhandelbar.
Auf der Karte ansehen
Wer die Karte auf Ecuador filtert, sieht die Doppelreihe der „Straße der Vulkane" klar von Nord nach Süd durch das Hochland verlaufen – eine Geografie, die sich in Tagen befahren, aber in Wochen erst akklimatisieren lässt.